Unsere Forschungen gingen noch weiter und Anfang nächsten Jahres können wir Ihnen die neuen Ergebnisse präsentieren
Zur Liquor-Dynamik im 3. Gehirnventrikel
Um 200 nach Christus ging der Gelehrte Galen von Pergamon davon aus, dass im 3. Ventrikel der Sitz der Seele sein müsste.
Im Rhythmus des Herzschlags pulsiert der Liquor in den Seitenventrikeln. Wenn er in den scheibenförmigen 3. Ventrikel strömt, generiert sich eine Zirkulationsdynamik. Diese Dynamik lässt sich im MRT sichtbar machen.
Ähnlich wie bei einer homöopathischen Potenzierung gelangen im 3. Ventrikel Photonen, also Lichtteilchen in den Liquor, der dann das Nervensystem umspült und nährt. Letztlich gelangt der Liquor mit seinen innewohnenden Heilkräften in jede Körperzelle. Unsere Forschungsreihe untersucht genau diese Zirkulationsdynamik, von der soviel abhängt.
In Zusammenarbeit mit dem Neuroradiologen Dr. Henning Misczka (damals an der Universitätsklinik Freiburg) konnten wir bereits grundlegende Ergebnisse erzielen:
Wir experimentierten vielversprechend mit der MR-Liquorgraphie mit flusskodierten, EKG-getriggerten RARE-Sequenzen.
Seit einigen Jahren werden zur Messung der Dynamik des Liquor cerebrospinalis (CSF) (Liquorfluss im Ventrikelsystemund den verbindenden Strukturen wie z.B. dem Aquädukt) an neuroradiologischen Zentren Liquorflussmessungen mittels Kernspintomographie (MRT) durchgeführt.
Die dazu erforderlichen Untersuchungssequenzen müssen einige Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen einen kräftigen Kontrast zwischen CSF und Parenchym aufweisen (nur der Liquor interessiert, nicht das Hirngewebe), und sie müssen sehr schnell sein (Die Bewegung, der Fluss des CSF ist abhängig von Puls und Atmung. Um eine Momentaufnahme zu erhalten, muss die Sequenz also deutlich kürzer als ein Pulsschlag sein!) und sie müssen einen Kontrast zwischen ruhendem und dynamischem CSF liefern (denn es soll ja zwischen Liquor in Bewegung und ruhendem unterschieden werden). Geeignet sind stark T2-gewichtete, sehr kurze sog.RARE-Sequenzen (Rapid Acquisition with Relaxation Enhancement). Sie liefern pro Impuls ein Bild und werden bei der Untersuchung in Abhängigkeit vom Pulsschlag mittels EKG-Triggerung durchgeführt. Im Rahmen einer solchen Liquorpulsationsmessung (LPM) entsteht eine Reihe von Bildern in unterschiedlichem Abstand vom Pulsschlag. Dadurch entsteht
eine kleine Filmsequenz des Liquorflusses im Rahmen einer Herzaktion. Die Bilder stellen Flüssigkeit extrem hell (hyperintens) und Gewebe nahezu schwarz (hypointens) dar. Sie sind zur Beurteilung des Hirnparenchyms deswegen nicht geeignet. Allerdings besitzen sie den Nebeneffekt eines
sog. Flussartefakts. Dort, wo der Liquor zum Zeitpunkt der Aufnahme in Bewegung,im Fluss, ist, kommt er nicht hyperintens, sondern hypointens, also wesentlich dunkler, zur Darstellung. Diesen Effekt, der in der eigentlichen Untersuchung des Zentralnervensystems (ZNS) unerwünscht, ja störend ist, bekommt bei dieser Technik die zentrale
Bedeutung:
Mit Hilfe dieses Artefakts kann der Weg des CSF im Ventrikelsystem dargestellt werden und im klinischen Alltag Hindernisse des Liquorflusses erkannt werden.
Es wurden drei männliche Probanden im Alter von 32-39 Jahren in einem Magnetom Vision, 1,5 Tesla, der Firma Siemens mittels EKG-getriggerter RARE-Sequenzen untersucht. Insgesamt wurden Aufnahmen in Abständen von 10, 30, 50, 100, 150, 200, 250, 300, 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650, 700, 750 und 800 Millisekunden nach
erfolgter Herzaktion (Referenz: die R-Zacke) angefertigt und anschließend zu einer Filmsequenz zusammengefügt. Die Pulsfrequenz differierte bei den Probanden zum Zeitpunkt der Untersuchung nur gering:
Proband 1: 54-68
Proband 2: 63-75
Proband 3: 67-72
(Pulsfrequenz während der Untersuchung)
Die Untersuchungen dauerten inklusive Vorbereitung mit Aufkleben von EKG-Elektroden und Anschließen der Kabel, Lagern des Patienten in der Kopfspule, Anfertigen der Übersichtsbilder zur Planung der Untersuchung mittels triplanarer T1-Spinechosequenz und Liquorpulsationsmessung mittels phasenkodierter T2-Spinecho-Sequenzen
(RARE) jeweils etwa 45 Minuten.
Eine besondere Vorbereitung des Patienten oder die Gabe von Medikamenten war nicht erforderlich.
Es ist nicht einfach, im MRT ein klares Bild
der Liquordynamik zu erhalten
Bei unserem Experiment ging es nicht um die Darstellung pathologischer Verhältnisse, die den Liquorfluss stören, sondern um die Darstellung der physiologischen Verhältnisse, insbesondere der Strömungsverhältnisse im dritten Ventrikel, da der Cranio Sacral Therapie zufolge dort ein Wirbel spürbar ist, dessen Intensität und Richtung einen Hinweis auf die Lebensenergie (Potency) des Klienten gibt. Ziel der Studie war es also, diesen Wirbel im dritten Ventrikel mit Hilfe der phasenkodierten, EKG-getriggerten RARE–Liquorgraphie darzustellen.
Aufgrund des niedrigen Alters war bei allen Probanden die Region Of Interest (ROI), der dritte Ventrikel, sehr schmal konfiguriert, dadurch war der Fluss recht hoch und gut messbar. Andererseits war der Bereich der Adhaesio interthalamica (AI) bei zwei der drei Probanden nicht beurteilbar, da zu keiner Zeit Liquor in Ruhe
(hyperintens) dargestellt werden konnte. Die Umgebung der AI war immer stark hypointens. Da diese Region bei Proband 2 nahe zu ein Drittel des Volumens des dritten Ventrikels ausmachte und die Untersuchung zusätzlich stark bewegungsartefaktüberlagert war, war bei diesem ein Wirbel nicht sicher abgrenzbar.
Die abgebildete Liquorzirkulation ist Herzpulsabhängig. Bekanntermaßen ist der im dritten Ventrikel für uns palpatorisch zu spürende Wirbel schneller, als der Cranial Rhythmic Impulse (landläufig: Cranio-Sacraler Rhythmus) , er unterliegt also anderen oder zusätzlichen Einflüssen als ?nur? der Motilität des Zentralnerven-
systems. Ob dieser Wirbel bildlich darstellbar ist, es sich bei dem abgebildeten Wirbel also um den handelt, der gespürt werden kann, ist noch nicht nachgewiesen. Auch hierbei kann eine weitere Untersuchungsreihe mit Bildgebung vor und nach Biodynamischer Anwendung Aufschluss geben. Die Wahrscheinlichkeit den spürbaren Wirbel abgebildet zu haben ist sehr groß. Sollte der abgebildete Wirbel hingegen nicht der zu spürende sein, so handelt es sich möglicherweise um ein feinstoffliches Korrelat desselben.
Dr. Henning Miosczka, Hp Uwe Baumann